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Das Leben am Hafen

Eine echt maritime Atmosphäre prägt Jachthafen und Jollenhafen in Nibe. Das Leben und Treiben der Segler, der Duft von gutem Essen, der Genuss eines kühlen Bieres, ein erfrischendes Bad im Fjord, Sonnen und Faulenzen am Strand - ein Urlaub in Nibe ist herrlich! Mit ein wenig Glück kann man an einer Fahrt mit einer Kogge oder einer Schnigge teilnehmen. Diese alten Fahrzeuge stammen aus der Zeit, als der Heringsfang die wichtigste Einnahmequelle Nibes war. Nach einem gelungenen Tag am Hafen kann man die Ruhe am Strand genieβen und häufig wunderschöne Sonnenuntergänge erleben.

Der Jachthafen in Nibe

In unmittelbarer Nähe von Nibe Bredning und den historischen Gebäuden der Stadt liegt der Jachthafen. Selbst in der Hochsaison können Gästesegler sicher sein, hier einen guten Platz zu finden. Die Lage des Hafens ist ideal mit angemessenem Abstand zum Kattegat im Osten und den groβen Ausdehnungen des Limfjords im Westen.
Der im Zeitraum 1986-87 angelegte Hafen war eine Erweiterung von bereits existierenden Hafeneinrichtungen. Im Zusammenhang mit dem Ausbau entstanden die charakteristischen roten Häuser, "Bryggen", die den Hafen an zwei Seiten umgeben. Im Hafen findet man auf den Anlegern alle praktischen Einrichtungen sowie Bad, Strom- und Frischwasseranschluss. Das Klubhaus des Segelklubs, Grillplatz etc. stehen unseren Gästen zur Verfügung. Gleiches gilt für den Serviceabschnitt des Hafens mit Aufschlepphelling, Mastkran u. a. m.
Da es viele normale Wohnungen am Hafen gibt, ist das Hafengebiet gut überwacht, so dass man hier einen sicheren Liegeplatz hat.
Das Hafenbüro ist ständig besetzt und steht den Benutzern des Hafens mit Serviceangeboten jeder Art zur Verfügung. Hier kann man den aktuellen Wetterbericht erfahren, und es besteht die Möglichkeit, Fax und E-Mail zu senden.
Der Jachthafen in Nibe arbeitet eng mit der Kommune zusammen im Hinblick darauf, den Hafen zu pflegen und weiterzuentwickeln. Man legt groβen Wert darauf, den Standard so gut zu erhalten, dass man jedes Jahr die blaue Umweltflagge am Hafen hissen kann. Wenige Gehminuten vom Jachthafen entfernt gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, und für den Transport ins Binnenland stehen viele Busverbindungen zur Verfügung.

Die Heringskogge

Den Namen "Heringskogge" bekam das Schiff, weil die Kogge in der Blütezeit des Heringsfangs das vorherrschende Fahrzeug war. An Bord waren normalerweise drei Fischer, die Mitglieder einer Stellnetzinnung waren.
Der Antrieb erfolgte durch Ruder oder Segel. Man ruderte stehend, so dass man die Kogge sozusagen durch das Wasser schob. Da die Mannschaft aus nur drei Männern bestand, benutzte man auf der einen Seite ein langes Ruder, auf der anderen zwei kurze. Der Koggentyp wurde überall am Limfjord benutzt und in den verschiedenen Gegenden auf unterschiedliche Weise gebaut. In einigen Gegenden nannte man das Fahrzeug Stellnetzkogge. Dieser Bootstyp eignete sich mit seinem flachen Boden vorzüglich zum Fischen in den seichten Fjordarealen vor Nibe. Vorteilhaft waren zugleich die groβe Tragfähigkeit und die Antriebsmöglichkeit mit Segel.
Es ist somit kein Zufall, dass das Modell einer Heringskogge in der Kirche der Kleinstadt als Kirchenschiff aufgehängt ist.
Im Laufe der Jahre 1988 und 1989 haben alte Schiffbauer eine Kogge des Typs gebaut, der in den seichten Gewässern bei Nibe bei der Stellnetzfischerei benutzt wurde. In Zusammenarbeit mit dem Museum, der Produktionsschule und der Schule in Nibe haben die alten Koggenbauer die Arbeit in der historischen Werkstatt mit viel Geschick geleitet. Augenmaβ, Fertigkeit sowie ein Bericht darüber, wie die Kogge ursprünglich ausgesehen hat, bildeten die Grundlage für die Herstellung der flotten Kogge von Nibe, die man heute im Jachthafen sehen kann.

Die Limfjordschnigge

Im Juni 1996 wurde das zweite historische Fahrzeug der Niber Koggeninnung, die Limfjordschnigge, auf Kiel gelegt. Das Schiff mit dem Namen "Anna Kirstine" wurde in enger Zusammenarbeit zwischen den geschickten Innungsmitgliedern und den historischen Bootsbauern des Limfjordmuseums gebaut. Als Grundlage dienten die Zeichnungen für die Hjarbæk-Schnigge "Die beiden Brüder". Im Mai 1997 lief das Schiff vom Stapel.
Die Bauarbeit war eine Museumsaktivität, und die Besucher des Museums konnten mitverfolgen, wie eine alte Handwerkstradition neues Leben bekam.
Heute besteht die Möglichkeit, eine Fahrt mit der Schnigge auf dem Limfjord mitzumachen.
Die Schnigge ist ein Spitzgattboot mit langem Kiel und Brunnen. Der Fahrzeugtyp stammt wahrscheinlich aus Norwegen, hat eine Länge von 16-22 Fuβ, eine Tragfähigkeit von 1-2 Tonnen und ein Segelwerk von Groβsegel, Fock und Toppsegel. Wenn man fischte, bedienten zwei Mann die Ruder, während ein dritter die Fanggeräte hantierte.
Im Zeitraum 1825 bis 1925 waren Schnigge und Kogge die wichtigsten Fischereifahrzeuge am Limfjord. Im Frühjahr, Sommer und Herbst fischte die 2-3 Mann groβe Besatzung mit Aalnetz, Flundernetz, Senknetz und Haken.
Die Schnigge ist ein erstklassiges Segelboot, dessen Fähigkeiten dann und wann genutzt wurden, um der Fischereikontrolle zu entkommen, wenn man durch "Zufall" in ein Schutzgebiet geraten war.
In den 1890er Jahren betrug der Preis einer neugebauten Schnigge mit Segeln 225 Dänenkronen.



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Nibe Bryghus
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