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Golf - ein Sport, der im Kopf stattfindet

Golf ist ein herrlicher, beliebter Sport, den die ganze Familie gemeinsam treiben kann. Wer jedoch von diesem Sport eingefangen wird, hat in sich selbst den schlimmsten Gegner. Fragen Sie nur den dänischen Meister in Golf für Amateure, den Aalborger Rasmus Hjelm Nielsen

Golf ist ein herrlicher, beliebter Sport, den die ganze Familie gemeinsam treiben kann. Wer jedoch von diesem Sport eingefangen wird, hat in sich selbst den schlimmsten Gegner. Fragen Sie nur den dänischen Meister in Golf für Amateure, den Aalborger Rasmus Hjelm Nielsen.

"Je besser man den Sport beherrscht, um so mehr wird einem klar, welch groβe Rolle die Psyche spielt. Man kämpft gegen sich und die eigene Psyche".

Für den 23-jährigen Rasmus Hjelm Nielsen aus Aalborg ist Golf ein ständiger Kampf gegen seine Psyche. Letztes Jahr gewann Rasmus viele seiner Spiele, wurde sogar zusammen mit den anderen Elitespielern des Aalborger Golfklubs individueller dänischer Meister im Amateurspiel und im Mannschaftsspiel. Auβerdem erreichte er mehrere gute Platzierungen bei internationalen Turnieren. 2008 wird vermutlich das letzte Jahr für Rasmus als Amateur. Danach will er seine Kräfte mit den Profis messen.

"Ich bin kein schlechter Verlierer, wenn es sich um Spiele wie Monopoly handelt. Das macht mir nichts aus. Aber beim Golfspiel ... Ich kann wütend auf mich selbst werden, wenn der Golfball nicht dort landet, wo ich es will. Darum hat der Mentaltrainer der Nationalmannschaft mir die sogenannte "10-Schritt-Regel" beigebracht. Ich darf zehn Schritte machen, sauer und wütend sein, doch dann muss ich mich voll auf den nächsten Schlag konzentrieren".

Guter Mentaltrainer

Als Rasmus zwölf und sein jüngerer Bruder Mads elf Jahre alt waren, luden Verwandte aus Hou östlich von Aalborg die Familie Hjelm Nielsen zum Golfspiel ein. Dies geschah auf einer Golfanlage im Nachbarort Hals. Seitdem ist die Familie dem Golfspiel verfallen.
 
"Wir wurden Mitglieder im Hals Golfklub und spielten drei Saisons dort. Weil wir in Aalborg wohnen, wählten wir dann den näher gelegenen Klub Gistrup Golfklub, wo wir die folgenden sieben Jahre spielten. Meine Mutter hat inzwischen mit dem Spiel aufgehört, mein Vater und mein jüngerer Bruder spielen immer noch", berichtet Rasmus und fährt fort: "Es ist wunderbar, einen Sport zu treiben, den man mit der Familie teilt. Mit der Zeit jedoch wird man ständig besser und interessiert sich hauptsächlich für die eigenen Resultate".
 
2005 wurde Rasmus Mitglied der Nationalmannschaft, und damit entwickelte sich sein Spiel erst richtig. "Dies verdanke ich meiner Teilnahme an internationalen Turnieren - und nicht zuletzt einem guten Landestrainer und einem ausgezeichneten Mentaltrainer. Der groβe Unterschied zwischen früher und jetzt hängt damit zusammen, dass mir klar geworden ist, in wie hohem Grade meine Gedanken mein Spiel beeinflussen", erklärt er nachdenklich.

Golfprofi - oder Polizist

Im letzten Jahr wechselte Rasmus wieder seinen Klub und wurde Mitglied der Elitemannschaft des Aalborger Golfklubs. Jetzt trainiert er im Winter etwa zehn Stunden pro Woche, im Sommer häufig fünfzig Stunden oder mehr.
 
"Ich habe das Glück gehabt, einen guten Job im Aalborger Flughafen zu bekommen", sagt er, "und mein Chef plant meine Schichten so günstig, dass ich frei habe, wenn Turniere auf dem Plan stehen".
 
Im Jahre 2007 nahm Rasmus an neun internationalen Turnieren teil, und er hofft auf mindestens ebenso viele in diesem Jahr. "Dies gibt mir internationale Erfahrung, ehe ich nächstes Jahr als Profi beginne. Ich möchte herausfinden, ob ich mich durchsetzen kann. Meine Mutter ist ein wenig skeptisch. Sie möchte gern, dass ich eine Ausbildung als Rückhalt habe. Doch mein Vater und meine Freundin unterstützen mich voll und ganz. Falls es trotzdem nicht geht, ja, dann möchte ich ein Handwerk lernen oder vielleicht Polizist werden".


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Freitag, Juli 04 2008

Tee off hier im schönen Nordjütland


Unvergessliche Golferlebnisse

Drei schnelle Fagen an den Meister:

1. Hast du ein Lieblingsloch?
- Ja natürlich! Das alte Loch Nr. 18 im Aalborger Golfklub - das ist Klasse! Es ist ein Par 5-Loch, eine groβe Herausforderung, wenn man nicht auf Nummer sicher geht. Neben dem Fairways sind Wald und ein kleiner Bach, und es kann leicht passieren, dass der Ball im Wasser landet. Es erfordert einen guten Schlag von 280-290 m. Ich träume immer vom ersten Eagle in diesem Loch.

2. Falls du in Nordjütland Golfferien machen solltest, welche Golfanlage würdest du wählen?
- Hvide Klit in Skagen, Dänemarks nördlichste Golfanlage. Das ist ein erstklassiger Platz. Superlayout. Gut gepflegt. Und wahnsinnig- schwierig! Es lohnt sich, dort hinzufahren.

3. Hast du einen guten Rat für Familien, die in den Ferien gerne Golf spielen möchten?
- Sicher. Werft 20 Kronen in den Ballautomaten, um euch ordentlich aufzuwärmen, bevor ihr auf den Platz geht. Viele Amateure tun das gar nicht, sondern gehen direkt auf den Platz, und dann misslingen die ersten drei Löcher mit Sicherheit. Egal welches Handicap man hat, verliert man auf diese Weise zuviel Schläge. Ich selbst wärme mich eine ganze Stunde auf, bevor ich spiele, und ich übe sowohl Schläge als Puts. Weniger Zeit mag jedoch auch ausreichen.
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